Einzelhandel zufrieden?
Im Einzelhandel gibt es sicher verschiedene Ansichten über Zufriedenheit mit Umsatz und Angebot. Sicher sind viele Verbraucher verunsichert, nachdem die Finanzkrise nun doch ernsthaft zu greifen scheint. Das Weihnachtsgeschäft vor gut drei Monaten lief aber ziemlich gut. Jedenfalls waren die Einzelhandelsverbände durchweg zufrieden. Auch der Winterschlussverkauf Ende Januar war gar nicht so schlecht. Gut, vielleicht war der Umsatz des Vorjahres nicht ganz erreicht. Aber soweit ich mitbekommen habe, waren Händler und Einzelhandelsverbände auch hier durchweg zufrieden, wenn man die Wirtschaftskrise in die Berechnungen mit einbezieht. Also scheint es uns doch gar nicht sooo fürchterlich schlecht zu gehen. Ok, Lebensmittel werden immer gekauft, weil verhungern will keiner. Dieser Bereich des Einzelhandels kann außen vor gelassen werden. Aber ansonsten geben die Leute nach wie vor viel Geld aus. Oder fallen Anschaffungen für Kleidung, Elektrogeräte und andere Dinge ausgerechnet mit ihrer Notwendigkeit und der Wirtschaftskrise zusammen? Das kann ich mir eher weniger vorstellen. Ich glaube da schon eher, dass die Verbraucher die Gelegenheit der sinkenden Preise nutzen. Durch die Krise gibt es gerade bei Elektrogeräten immer weniger Absatz, die Preise werden gesenkt um keine Ladenhüter zu produzieren. Und genau das scheinen die Verbraucher bisher zu nutzen. Solange Arbeitsplätze noch nicht verloren sind, bleibt das Einkommen und man kann kleinere oder auch größere Anschaffungen tätigen. Dem Einzelhandel an sich tut das ja ganz gut. Denn durch bleibende Umsätze können vielleicht doch geplante Investitionen getätigt werden. Zumindest können Arbeitsplätze erhalten werden. Mit diesem Kreislauf kann der Krise natürlich entgegengesteuert werden. Also Leute: geht einkaufen, damit Jobs erhalten bleiben. Na gut, das ist vielleicht eine etwas plumpe Motivation, aber sicher auf den Punkt gebracht. Konjunkturpakete durch die Regierung sind sicher nicht verkehrt. Aber im Grunde können wir alle etwas dazu beitragen, die Krise wenn nicht zu verhindern aber wenigstens etwas auszubremsen. Im Handel Geld ausgeben lohnt sich auf jeden Fall. Wir bekommen was wir brauchen, der Handel macht Umsatz. Das da so mancher vielleicht in neue Kassensysteme investiert, wäre doch eine prima Sache. Denn ein modernes Kassensystem unterstützt die Arbeitnehmer enorm. Registrierkassen im Tante-Emma-Laden werden wohl zur historischen Werten kommen, denn so kleine Geschäfte dürften meist erst dann eine neue Kasse anschaffen, wenn die alte Registrierkasse völlig kaputt ist oder, und das ist wahrscheinlicher, wenn es kein neues Update für die Kassensoftware gibt. Aber ob es dann auch noch den Laden geben wird? Auch das bliebe abzuwarten. Aber zurück zum Kassensystem. Moderne Kassensysteme erleichtern wie gesagt sehr stark die Arbeitsabläufe. Im Lebensmitteleinzelhandel kann zum Beispiel im Supermarkt mit einem mobilen Handgerät die Inventur unterstützt werden. Eine Datenbank in der Kassensoftware ermöglicht eine einfachere Personaleinsatzplanung. Auch sind häufig an den POS-Kassen Scanner installiert, die den Barcode der Waren erkennen und den Preis auflisten. Die Beträge müssen nicht mehr wie früher einzeln eingetippt werden.