Archiv für die Kategorie „Einzelhandel Osteuropa“

PostHeaderIcon Rohstoffe im Einzelhandel

Agrarrohstoffe werden derzeit immer billiger. Durch hohe Ernteerträge entsteht Druck auf die Vorräte der vorangegangenen Ernte. Lagerhaltung ist zwar in recht großen Dimensionen möglich aber doch begrenzt - sowohl was das Platzangebot betrifft als auch die Haltbarkeit der Rohstoffe. Wenn die Nachfrage nicht mit dem Angebot steigt, verderben gelagerte Rohstoffe. Es enstehen nicht nur durch den Verderb Verluste, sondern auch durch die zusätzliche Kosten verursachende Entsorgung. Am Ende stimmt dann schon beim Rohtsotfferzeuger die nicht.

Speziell dem Lebensmittel- Einzelhandel kommt der Preisverfall im Bereich Agrarrohstoffe durchaus zugute. Man kann zu günstigen Konditionen Rohstoffe einkaufen, das macht die Erzeugung von Endprodukten günstiger. Wenn dann aber im Gegenzug der Verkaufspreis nicht nach unten angepasst wird, ist am Ende ein höherer Ertrag zu erzielen. Mit diesen Erträgen ist es leichter, Rücklagen zu bilden und damit Investitionen zu tätigen. Zum Beispiel kann in neue investiert werden. Die neuesten Geräte für den Einzelhandel sind wahre Alleskönner. Neben der Aufrechnung verkaufter Artikel - das haben bisherige ja auch schon hervorragend gekonnt - ist mit den neuen Computerkassen noch viel mehr machbar: neben der Verknüpfung zur Lagerhaltung ist es auch möglich, Kundendaten zu erfassen und speichern. Damit kann allgemeines Kaufverhalten aber auch das von Stammkunden beobachtet werden. Auch ist es machbar, Steuerüberschüsse oder -nachzahlungen an das Finanzamt vorab zu berechnen.

Wenn auch durch neueste Kassentechnologie viele Arbeitsschritte eingespart werden können sind davon nicht unbedingt Arbeitsplätze bedroht. Selbst wenn im Handel einzelne Arbeitsplätze zu opfern sind, so entstehen doch an anderer Stelle neue Beschäftigungsverhältnisse. Nämlich im Bereich Forschung und Entwicklung sowie im Vertriebsbereich der Kassenhersteller.
Speziell nachwachsende Rohstoffe werden auch in Zukunf immer benötigt. Denn ohne die kann keine Prduktion stattfinden, womit dann auch der Handel keine Grundlage seiner Existenz mehr hat. Doch eine Überproduktion wie speziell im der Landwirtschaft macht eine enorme Lagerhaltung nötig. Andere Rohstoffe werden früher oder später zuneige gehen, zum Beispiel Kohle, Eisen, Kupfer, und so weiter. Sie werden wertvoller, also teurer. Somit werden die Endprodukte teurer, die der Verbraucher sich dann nicht mehr leisten kann oder möchte. Da muss die Industrie neue Innovationen bringen, um beispielsweise die Automobilhändler nicht ihrer Existenz zu berauben.

Wenn der Focus aber auf nachwachsende Rohstoffe und Wiederverwertung gesetzt wird ist es durchaus möglich, vielleicht sogar ein leichtes, den Einzelhandel zu stabilisieren und zu stärken. Damit wird der Markt und auch Arbeitsplätze gesichert.
Und wenn der Verbraucher sich finanziell einigermaßen abgesichert fühlt, kann er auch ruhigen Gewissens sein Geld ausgeben: für hochwertige teurere Produkte des alltäglichen Bedarfs ebenso wie für größere Anschaffungen und Ausgaben wie Elektrogeräte, Fahrzeuge und Urlaub.

Alles in allem hat der Handel guten Grund, neue Kunden zu gewinnen und diese ebenso wie bisherige an sich zu binden. Denn Arbeitsplätze sichern Einkünfte, diese machen zufrieden und die Konjunktur kann in Schwung kommen. Dann stimmt beim Händler abends ebenso die wie es dem Verbraucher möglich ist, sein Geld über den Monat verteilt ausreichend einzuteilen.
Dem Handel helfen neueste sicherlich, den Überblick über seine Geschäftslage zu behalten.

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Die Rohstoffpreise sinken - an den Börsen ebenso wie für die Produzenten. Und das seit Monaten.

Durch sinkende Agrarrohstoff-Preise sehen sich zum Beispiel Bäcker im Vorteil. Sie beziehen die Getreideprodukte günstiger als bisher, senken aber nicht die Preise gegenüber dem Endverbraucher.  Ihr finanzieller Ertrag steigt.

Börsenmitarbeiter im Bereich der Rohstoff-Märkte sehen sinkende Preise als schlechte Nachricht, da sie entsprechend ihres geringeren Umsatzes auch geringere Provisionen bekommen. Allerdings machen sich zum Beispiel die beinahe halbierten Getreidepreise nicht für den Verbraucher bemerkbar. Denn leider sind selbige noch nicht bei den Preisen für Mehl, Brot, Nudeln und so weiter angekommen. Das wird aber von Verbraucherschützern gefordert. Vielleicht, weil die Realeinkommen bei vielen Arbeitnehmern, besonders aber bei von Arbeitslosigkeit betroffenen Leistungsempfängern, nicht ausreichend der Preissteigerung entsprechend entwickelt haben. Im Gegenzug argumentiert die Branche, abzuwarten und dem Wettbewerb zu vertrauen.

So hat der Weizenpreis seit dem Frühjahr um etwa 60% nachgelassen. Vermutlich gibt es verschieden Gründe für den Preisverfall. Zum Beispiel könnten rezessionsbendingt sinkende Rohtstoffwerte, die Suche nach alternativen Energien, gute Ernteerträge oder auch der Ausstieg von Investoren aus dem Rohstoffmarkt Zündstoff für den Preisverfall sein.

Doch trotz sinkender Rohstoffpreise steigen die Endverbraucher-Preise weiter - wenn auch nicht ganz so stark wie bei stagnierenden oder steigenden Rohstoffpreisen, sondern in moderater Art und Weise. Natürlich stehen der Preisverfall einerseits und der stagnierende Enbverbraucherpreis andererseits in arger Konkurrenz zueinander. Der Produzent von Rohstoffen büßt durch immer niedrigere Preise an Einkommen ein, der Verbraucher möchte - möglicherweise berechtigt wegen geringen Einkommens - beim Einkauf sparen. Sicherlich sind speziell bei Lebensmitteln die Preise in den letzten Jahren “unter dem Niveau” gestiegen und haben allenfalls gereicht, maximal die Inflationsrate auszugleichen. Nun ist aber in der Lebensmittelbranche preislicher Nachholbedarf zu decken, um auch andere sehr viel höher anfallende Kosten wie Löhne, Ladenmieten und so weiter einigermaßen zu decken. Dies würde außerdem der Forschung und Entwicklung genauso zugute kommen wie dem Arbeitsplatzerhalt. Währenddessen findet an der Agrarrohstoff-Börse beinahe ein “Ausverkauf” statt. Ein Grund hierfür könnte sein, dass extrem ertragreiche Ernten auch verkauft und verbraucht werden müssen, bevor die Ware verdirbt. Schließlich kommen zusätzlich auch in absehbarer Zeit die nächsten Ernteerträge auf den Markt. Also wird viel und immer günstiger verkauft - der Preis sinkt. Allerdings würde sich der Endverbraucherpreis im Laufe der Zeit der Inflation ebenso anpassen wie den sinkenden Rohstoffpreisen. Letzten Endes ist es der Verbraucher, der die Preispolitik genauso auszubaden hat, wie die Entwicklung an den Rohstoffmärkten.

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